Erste Verlegungen in den Typ-C Trakt in Griechenland

Seit 4 Tagen sitzt der Anarchist Nikos Maziotis, Mitglied des Revolutionären Kampfes, als erster Gefangener im Typ C* Flügel des Gefängnisses in Domokos, Griechenland.

Am 2. Januar wurden weitere Mitglieder revolutionärer bewaffneter Gruppen in den Typ C Kerker nach Domokos verlegt: Kostas Gournas und Dimitris Koufontinas. Am gleichen Morgen wurden dann auch Yannis Naxakis und Grigoris Sarafoudis aus dem Koridallos Knast nach Domokos verlegt.

In den ersten Tagen des neuen Jahres kam es zu noch mehr Verlegungen in den Hochsicherheitstrakt nach Domokos.

* Im Sommer 2014 verabschiedete der griechische Staat ein Gesetz, das die Errichtung von speziell gesicherten Trakten in Gefängnissen vorsieht. Für die in diesen »Typ-C-Gefängnissen« Inhaftierten sind fast alle in den »normalen« Haftanstalten geltenden Rechte außer Kraft gesetzt. Diese Knäste haben Ähnlichkeit mit den F-Typen in der Türkei oder den Hochsicherheitstrakten in der Deutschland.

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Solidarität mit den Hungerstreikenden in Griechenland!

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Seit dem 10.11.14 befindet sich der 21 jährige Anarchist Nikos Romanos im Hungerstreik gegen die Knastmaschinerie um sich einen kleinen Teil Freiheit zu erhalten. Er kämpft vordergründig um die Möglichkeit Freigang für sein Studium zu bekommen, was durch die aktuellen Verschärfungen im Griechischen Knastsystem als beinahe unmöglich erscheinen muss(-und es geht um viel mehr!).
Er hat sich entschlossen sein Leben einzusetzen in diesem Kampf und er ist nicht alleine!
-unterstützt wird er von seinen Mitgefangenen von denen sich 3 gemeinsam mit ihm im Hungerstreik befinden und vielen tausenden Menschen weltweit.
Seit einigen Tagen ist die gesundheitliche Situation von Nikos und Yannis (ein Mitgefangener) kritisch und beide befinden sich in Krankenhäusern. Der Antrag von Nikos wurde am 2 Dezember das 2te Mal abgelehnt.
Die anarchistischen Gefährt_innen in Griechenlad tuen alles um den Druck auf das verhasste System zu erhöhen und die Leben von Nikos und den anderen welche diesem Kampf zum Opfer fallen könnten zu erhalten. Lassen wir sie nicht alleine!

informiert Euch!
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Interview mit Andreas Krebs

Folgendes Interview wurde uns per Mail zugeschickt, was wir hier gerne veröffentlichen. Andreas, wir wünschen dir viel Glück und Kraft, wo immer du gerade rum hüpfst!

Es ist uns und Andreas ein großes Bedürfnis über die letzten Ereignisse im Knast und die ersten Eindrücke von der neu gewonnenen Freiheit von Andreas Krebs zu berichten. Deshalb hier ein kurzes Interview mit ihm. Andreas Krebs ist nach 16 Jahren Knast nun etwa 4 Wochen draußen. Das Interview wurde 2 Wochen nach seiner Entlassung geführt.

Wie waren deine letzten Wochen im Knast?
Die letzten Wochen waren ein Alptraum. Sie haben mich noch in Aschaffenburg unter Verschluss genommen und ich hatte kaum eine Möglichkeit meine Sorgen und Ängste bezüglich meiner Entlassung mit meinen Leuten im Knast zu besprechen. Es ging soweit, dass ich mir selbst eine Dröhung besorgen musste, um die Situation auszuhalten und abzuschalten, sodass auch die Suizidgedanken aufhören.
Ich stand in einem großen Widerspruch, ich konnte mich nicht freuen auf Draußen, sondern ich hatte große Angst vor dem unbekannten. Du lebst die ganze Zeit in einem Loch.
Zum Glück konnte ich trotz der Absonderung in meinerm Haftraum bleiben, denn dort hatte ich in den letzten Wochen ein geschmuggeltes Handy auf Zelle, mit dem ich mich selbst zumindest etwas auf meine Entlassung vorbereiten konnte.

Ist nicht der Knast dazu verpflichtet einen Gefangenen auf die Entlassung vorzubereiten?
Sicher, ich habe auch bei Gericht einen Beschluss erwirkt, der den Knast dazu aufforderte mich auf meine Entlassung vorzubereiten und neu zu entscheiden. Das Gericht schloss in ihrem Beschluss selbst die Gefahr der Flucht aus. Quellen verrieten mir, dass der Knast 2 mal eine Sitzung diesbezüglich veranstaltet hatte. 2 Stunden vor meinem Besuch mit Freunden haben sie mir dann eröffnet, dass ich verlegt werde. Also nix mit Entlassungsvorbereitung. Sie haben vermutlich genau gewusst, dass ich bei einem Ausgang wohl nicht wieder kehren würde (lach).

Wie sieht denn so eine Entlassungsvorbereitung eigentlich aus?
Es kommt auf die Haftzeit an. Es würde viele Sachen geben vom Tragen dürfen der eigenen Kleidung, freies Telefonieren dürfen, bis hin zu begleitetem Freigang. Der Knast soll dich auf das Leben draußen vorbereiten, da spielt natürlich die Haftzeit eine Rolle und auch die Isolation. Null haben sie gemacht, ich konnte mich weder um neue Kleidung noch eine Wohnung kümmern. Sie zwingen dich das alles Illegal zu machen und das haben ich dann auch gemacht. Ich bin dadurch ein Risiko eingegangen noch mehr Strafe zu bekommen, aber das war mir egal. Es ist so wichtig sich auszutauschen.

Du hast dich mit dem Handy also selbst auf deine Entlassung vorbereitet?
(lach) Ja, das Handy hatte ich, wohl wissend, dass ich die Beamten und Anstaltsleiter alle samt verarsche. So wie sie es mit mir und allen anderen Gefangenen machen. Ich habe dann viel mit meinen Leuten draußen telefoniert. Interviews gegeben, es gab auch eine Veranstaltung, wo ich dann aus dem Knast über die Soliwerkstatt und den Knast berichtet habe.
Ich habe sogar meine Schreibmaschinenbänder mit dem Handy von drinnen selbst bestellt.

Hast du das Handy mit raus genommen?
Ach nein, das wurde dem zuständigen Beamten wieder gegeben (lach)…

Du bist dann aus Bayern 2 Wochen vor deiner Entlassung nach Hamburg verlegt worden, wie war das für dich?
Allein außerhalb Bayerns waren die Eindrücke in den anderen Anstalten auf mich die reinste Reizüberflutung, da ja bekanntlich in bayrischen Haftanstalten ein anderes Lüftchen weht.
Dort gab es ganz andere Möglichkeiten, wie etwa Telefonieren, Privatkleidung, Essen und und und.
Jeder Haftraum war mit TV, Kühlschrank, Wasserkocher und so weiter ausgestattet.

In Hamburg angekommen hatte ich plötzlich den ganzen Tag Aufschluss und konnte mich viel freier bewegen, als ich es die ganzen Jahre zuvor gewohnt war. Jedoch war ich wirklich sprachlos über das Verhalten der meisten Mitgefangenen. So gestaltete sich der ein oder andere Gefangene seine Freizeit gemeinsam mit Stationsbeamten: Sie spielten Tischtennis, oder ich sah auch des öfteren, wie sich Beamte zu Gefangenen auf ein Schwätzchen und eine Zigarette in die Zelle setzten. Mir fiel es schwer Freund und Feind zu unterscheiden. Die Hamburger können sich freuen, dass ich quasi nur zu besuch war, sonst hätte ich den Laden auch noch aufgemischt.

Besonders hatte mich jedoch die erste Nacht beeindruckt und sehr mitgenommen:
So gab es dicke Matratzen, dicke und sehr weiche Kopfkissen und Decken. Als ich im Bett lag, kamen mir bei diesem weichen Gefühl die Tränen. Auch in Gedanken an die anderen in Bayern sitzenden Inhaftierten und Freunde.
Jetzt zwei Wochen nach meiner Haftentlassung geht es mir kaum anders und jedes mal wenn ich ins Bett gehe habe ich dieses Gefühl.

Wie war der Tag der Entlassung, was waren die ersten Eindrücke von draußen?
Am Tag meiner Entlassung konnte ich es immer noch nicht Glauben raus zu kommen.
Als ich vor dem Tor stand, atmete ich durch und wurde auch schon von zwei lieben Menschen empfangen, was für mich unglaublich emotional war und ich hätte heulen können.
Ein absolut geiles Gefühl, das ich kaum richtig beschreiben kann.

Jedoch ist zu erwähnen, dass mein Perso, der in der JVA Amberg von Amtswegen neu angefertigt wurde, nicht auffindbar war. Man hat mich also ohne Ausweispapiere aus der Haft entlassen. Lediglich der Entlassungsschein wurde mir ausgehändigt mit dem Vermerk diesen 6 Wochen aufzuheben, da ich erst in dieser Zeit aus dem Polizeicomputer mit dem Vermerk Haft ausgetragen werde.

Eigentlich war ich der Annahme, dass mich die Bullen verfolgen und observieren, wegen meiner Kontakte und dem jahrelangen Kampf gegen das Schweinesystem (schön dieses Schweinepack nicht angetroffen zu haben :-). So wurden Besuche in der JVA ganz genau kontrolliert und meine Post separat von jemanden aus der Sicherungstruppe zensiert.
Vieles an Post, ob ein- oder ausgehende, wurde als sogenanntes Beweismittel zur Gefangenenhabe genommen. Erst bei der Entlassung wurde mir das wirkliche Ausmaß an beschlagnahmten Sachen bewußt, da ich vieles erst dann ausgehändigt bekam. Jedoch sind auch viele Postsendungen spurlos verschwunden.

Was hast du dann als erstes gemacht?
Wir sind in die Stadt rein, haben was gegessen. Aber allein die Menükarte überforderte mich. 6 kleine Seiten mit einer Auswahl an Essen, waren schon zu viel. Ich wusste überhaupt nicht was ich bestellen sollte, keine Ahnung…… Dann mussten wir Kleidung kaufen, Schuhe kaufen, ich hatte ja gar nichts, nur das was ich an hatte, aber ich war in dem Kaufhaus so überfordert ich wollte schnell wieder raus, all die vielen Leute, ich habe die Schuhe nicht mal anprobiert.
Meine Augen haben richtig gebrannt, die Autos waren so schnell. Im Knast steht das Leben eben still.

Hast du es dir so vorgestellt?
Ich konnte mir nach so vielen Jahren eingesperrt sein, draußen nicht vorstellen, auch wenn Freunde am Telefon versucht haben es mir zu erklären.
Nach jedem Ausflug brauche ich eine längere Erholungsphase und muss dann die ganzen Eindrücke verarbeiten, auch jetzt noch.

Die ganze Auswahl in den Kaufhäusern, Supermärkten und so weiter überfordern mich noch immer, 17 Tage nach der Entlassung.

Was fällt dir besonders schwer?
Ich kann nur selten allein auf die Straße, Menschenansammlungen und so weiter gehen mir immer noch sehr nahe. Oft habe ich Sprachaussetzer, bin plötzlich völlig abwesend und hin und wieder Aggressiv und launisch. Das alles, bedingt durch die Einzelhaft und ständigen Repressalien haben durchaus ihre Schäden hinterlassen.
In den ersten Tage bin ich abgestürzt und wollte den Frust raus lassen, zum Glück ist nichts passiert, aber die Aggressionen sind da und es ist ein enormer Druck.
Auch die Alpträume sind geblieben und ich komme auf ganze vier Stunden Schlaf am Tag.
Das einzige was mich doch etwas zur Ruhe kommen lässt, ist mein abendlicher Joint vorm zu Bett gehen. Ja ihr abgefuckten Anstaltsleiter, ich lebe !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich muss vieles neu lernen, auch mit Menschen umzugehen und so weiter. Ich bin sehr froh Freunde und Leute um mich zu haben, die mir mit absolutem Verständnis begegnen und mir die Zeit geben mich etwas zu erholen. Solche Freunde, die für mich etwas wie Familie geworden sind, ist das Wertvollste was man sich wünschen kann.


Wie ist deine Situation jetzt? Du hast dir im Knast nichts gefallen lassen, kannst du schon abschätzen an welchen stellen du draußen anecken wirst?

Da ich mich also nicht unter Führungsaufsicht durch den Staat stellen lasse (egal mit welchen Konsequenzen man mir droht), habe ich mich vom ersten Tag an entschlossen in die Illegalität zu gehen und von dort meinen Kampf gegen dieses System weiter zu führen.
Ich fühle mich trotz der Vorsicht sehr wohl und möchte behaupten: Jetzt bin ich frei !!!!!!!!
Meine Gedanken sind bei meinen Leuten drinnen. Ich stehe in Kontakt mit ihnen und arbeite daran, dass unser Austausch weiterhin bestehen bleibt.

Niemals lasse ich mich Überwachen oder in irgendeiner Form durch dieses Schweinesystem kontrollieren. Und der Staat kann sich sicher sein, ich mache es ihnen nicht einfach.

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Hungerstreik in Freiburgs Gefängnis

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(gefunden auf linksunten.indymedia.org)

Seit dem 30. Oktober 2014 befindet sich in der JVA Freiburg der Sicherungsverwahrte H. in einem unbefristeten Hungerstreik, bzw. Todesfasten.

Forderungen von Herrn H.

Der 51-jährige Untergebrachte protestiert nach eigenen Angaben gegen die Haftbedingungen in der Sicherungsverwahrungsanstalt. weiterlesen

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Worte zu den Anti-Knast-Tagen in Wien

übernommen von antiknasttage2014.noblogs.org

Die diesjährigen Anti-Knast-Tage finden Anfang November in Wien statt. Der Aufruf macht klar, dass Anti-Knast-Kämpfe gesamtgesellschaftlicher Natur bedürfen; und dass es neben den sichtbaren offensichtlichen Gitterstäben und Mauern auch eine Vielzahl an unsichtbaren oder verdrängten Ketten gibt, die es zu sprengen gilt. Folgerichtig gibt es eine Vielzahl an Personen, die sich an der Manifestierung von Machtstrukturen beteiligen: Vom Bullen bis zum linken Sozialarbeiter, vom Richter bis zum “aufmerksamen” Bürger von Nebenan, vom Politiker bis zum (z.B. Antifa-)Kampagnensprecher. Sie alle reden mit autoritären Zungen. Sie alle stinken nach Feigheit, Habgier und dem Wunsch nach Ruhm. Sie alle haben eine Ladung Spucke, Fäuste, Steine und ??? verdient!

Ob das Programm und die Diskusionen dem Aufruf gerecht werden? Hängt natürlich von (uns) allen ab!

Ob auch außerhalb von Anti-Knast-Tagen der “Wunsch nach der Abschaffung der Institution Gefängnis und der Gesellschaft, die es benötigt” praktisch wird? Hängt natürlich von dir und dir und dir und dir ……………………………………….ab!

Für die Zerstörung aller Gefängnisse, auch in deinem Kopf!

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Statement zu den Antiknasttagen – von Manfred ‘Iceman’ Peter

(gefunden auf antiknasttage2014.noblogs.org)

Man kann dem politischen Mainstream in Europa nicht viel entgegen setzen, jedoch dürfen wir Antiknast- und Psychiatrie Aktivisten nicht aufgeben, unsere Arbeit konstruktiv, produktiv und möglichst effizient in die Köpfe des Otto-Normal-Bürgers zu pflanzen. Das heißt für uns ohne Unterlass weiter zu machen und der europäischen ‘Demokratur’ und anderswo ein Schnippchen zu schlagen.

Gewählte Vollstrecker, Polizei, Überwachung, Psychiatrien und Knäste sind einige der Werkzeuge die dazu dienen, uns unter Kontrolle und gefügig zu halten. Ihr alle da draußen seit gemeint: Wehrt Euch – beugt Euch nicht – arbeitet für mehr Freiräume für alle; Resignation und Ohnmacht wären keine guten Berater. Nehmt mutig den Kampf gegen repressive, ausbeutende und unterdrückende Strukturen auf und fordert weiterhin eure Rechte und die Rechte der Schwächsten innerhalb der Gesellschaft in Europa.

Ich sitze nun seit 23 Jahren im Vollzug, das ist die Hälfte meiner Lebenszeit – aber brechen konnten ‘die’ mich niemals. Sie hatten sogar versucht mich zu töten. Fakt ist, es ist den Schergen nicht gelungen! Solange ich lebe, werde ich mich gegen das System wenden und biete die Stirn!

Revolutionäre Grüße nach Wien
an alle schwarzen Wölfe
-Iceman-
Manfred Peter

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Thomas Meyer-Falk – Beitrag zu den Antiknasttagen

(entdeckt auf antiknasttage2014.noblogs.org)

Vielen von uns ist das ganz spontan und längst bewusst: Gefängnisse sind Orte das Verfalls. Ethisch, menschlich, moralisch und kulturell. Dort wird keine Lust auf Leben, Freiheit, Menschlichkeit vermittelt, sondern die Wärter*innen und sonstigen Beschäftigten, behandeln die Inhaftierten wie tote Gegenstände, sie verwalten Menschen wie Stückgut in einem Lagerhaus.
Knäste also sind nekrophile Orte.

Erst vor wenigen Wochen verhungerte in Deutschland ein Insasse, der seit mehreren Jahren in Isolationshaft gehalten wurde, nachdem er 2012 einem Wärter mit einem Kopfstoß das Nasenbein brach.

Koala Rosmane wurde nur 33 Jahre, er stammte aus Burkina Faso, wo er als Kindersoldat zwangsrekrutiert wurde.

Nach seinem Tod erhob ein Rechtsanwalt Anschuldigungen gegen die zuständige Leitung der Haftanstalt, da es dort ein rechtsextremistisches Netzwerk gebe. Überraschenderweise wurde der Gefängnisdirektor, Thomas Müller nach dem Tod von Koala Rosmane suspendiert.
Sehenden Auges hatte man ihn sterben lassen.

Dies mag illustrieren was wir uns unter einem nekrophilen Ort vorzustellen haben.

Wir setzen dem unsere Liebe zur Freiheit entgegen, zum Leben, zur Vielfalt und Buntheit. Der Kampf für Freiheit bedeutet sicher auch, Opfer zu bringen, denn die Staatsmacht tut alles, um weiterhin die Kontrolle zu behalten.
Freiheit wird einem nicht gegeben, wir müssen sie uns nehmen, sie erkämpfen und verteidigen.

Wenn sie uns dann in ihren Knästen einsperren, versuchen mundtot zu machen, und das mit allen Mitteln, ist eine solidarische Bewegung vor den Knastmauern überlebenswichtig.
Für das Leben und die Freiheit!

Thomas Meyer-Falk
zur Zeit: JVA Freiburg

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Kein Häfn für niemand!

Aufruf zu den Anti-Knast-Tagen in Wien von 7. – 9. 11. 2014

Knast heißt in Österreich Häfn, gemeint ist jedoch immer das eine: Gefängnis, Gitter, hohe Mauern, Stacheldraht, dahinter Menschen, die weggesperrt werden. Zum Schutz der Gesellschaft, als Strafe, zur Abschreckung, aus Rache, weil sie keinen Aufenthaltsstatus innerhalb der Festung Europa haben usw. – Gründe fürs Gefängnis kennt der Rechtsstaat viele. In demokratischen Zeiten sind diese Gründe „human“, soll doch der Strafvollzug „menschlich“ sein, das geringere Übel in Zeiten der größtmöglichen Freiheit im Kapitalismus, dem angeblich besten, weil nicht totzukriegenden System.

An den Knästen dieser Welt manifestiert sich der Glaube an eine Freiheit, die angeblich diejenigen haben, die draußen sind – jenseits der Mauern und Gitter. Dieser Glaube ist trügerisch, denn wir glauben nicht an (die) Freiheit in der kapitalistischen Verwertungsgesellschaft, an die Reformierung der Warenlogik und der Gesellschaft des Spektakels und wir haben keine Hoffnung, innerhalb dieses Systems zu einer besseren, zu einer anderen Welt zu finden. Freiräume, Kuschelecken, Nischen, in denen wir uns unüberwacht, fern von der Kontrolle und Macht der Herrschenden bewegen können, existieren – wenn dann – nur in unseren Köpfen und da auch nur gerne zum Zweck des Selbstbetrugs, um es irgendwie in diesem System aushalten zu können. (Hier könnt ihr den vollständigen Aufruf lesen.)

english version

Infos zu den Anti-Knast-Tagen in Wien auf: antiknasttage2014.noblogs.org

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Andreas Krebs wurde kurz vor seiner Entlassung nach Hamburg verlegt!

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Seine letzten Tage in Gefangenschaft wird Andreas nun also in Hamburg absitzen. Unterstützt Ihn in diesen schweren letzten Tagen und heisst Ihn in der „Freiheit“ willkommen wenn es soweit ist…

Seine neue Adresse lautet:

Andreas Krebs
Justizvollzugsanstalt Billwerder
Dweerlandweg 100
22113 Hamburg

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Andreas Krebs in Isolation

Seit dem 30.9. wird Andreas von allem „abgesondert“, weil er sich „respektlos“ gegenüber einem Beamten benommen hat. Kein Auf- oder Umschluss, kein Fernseher, keine Kontakte zu anderen Gefangenen, weil Andreas nach dem Duschen auf die Frage eines Beamten woher er denn kommen würde, angepisst reagiert habe: Er sei bei Aldi gewesen und es habe geregnet. Daraufhin hat der Beamte ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Ein zweites Diszi hat er direkt danach bekommen, weil er einem Beamten die Wurst vor die Füße pfefferte, die er mehrere Tage hintereinander fressen sollte. Über das Essen der Aschaffenburger JVA hat Andreas sich schon des Öfteren sowohl schriftlich als auch mit Hungerstreiks gewehrt und beschwert, doch Veränderungen diesbezüglich waren, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer.

Nach einem Beschluss des Gerichts auf eine Beschwerde von Andreas hin, ist die JVA Aschaffenburg verpflichtet worden eine ausreichende Entlassungsvorbereitung zu gewährleisten. Doch die Anstaltsleitung entledigt sich einfach der Verantwortung, indem sie Andreas 4 Wochen vor seiner Entlassung in einen anderen Knast verlegen lässt. D. h. 1 Woche Absonderung, 1 Woche Transport und in den 2 Wochen in der anderen JVA wird er schon nichts mehr anstellen können, vor allem wenn auch sie die Absonderung aufrecht erhält. Es ist ganz klar, entweder er hält die Zeit über die Füße still und er hat es geschafft oder er tickt in der Absonderung noch einmal komplett aus und sie können ihn „sicherheitshalber“ noch länger verwahren. Denn klar ist so kurz vor der Entlassung nach vielen Jahren des Eingesperrtseins, dass Andreas alles andere als entspannt in seine Zukunft blickt. Viele Entwicklungen der letzten Jahre hat er nicht mitbekommen und auch hat er kaum noch eine Vorstellung vom Leben draußen, da er seit Jahren in die Realität Knast gepresst wurde.

Niemals werden wir Respekt vor euch möchte-gern Autoritäten haben!

Solidarität mir Andreas!

Für uns ist die ganze Zeit, in der wir Andreas unterstützen nur eines noch viel klarer geworden: Diese Gesellschaft der Knäste gehört zerstört. Auf dass wir eines Tages auf deren Trümmern tanzen!

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